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Das Freihandelsargument / von Lujo Brentano
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648 Mark, 1897: 766 Mark, 1898: 774 Mark, 1899:824 Mark,- i. I. 1908 bei Knkaus von Gütern 1123,von Bauernwirtschaften 16Z0 Mark. In Banern kostetnach den Erhebungen über die landwirtschaftlichen Ver-hältnisse in 24 typischen Gemeinden der Hektar schlechtenBodens 9VV Mark im Durchschnitt. In den westlichenTeilen Deutschlands stellt sich der Bodenpreis allent-halben noch höher.

Es liegt also in der Höhe des Bodenwertes, wennder, deutsche Getreidebau heute mit dem amerikanischenund russischen nicht zu konkurrieren vermag. Er beträgtund betrug in Deutschland um das Doppelte bis Fünf-zehnfache mehr als in den Xonkurrenzländern. ReinWunder, wenn nach den Erhebungen des Deutschen Land-wirtschaftsrates zur Feststellung der Ergiebigkeit derLandwirtschaft,nur 16 Prozent oder ein Sechstel derermittelten Betriebe eine Verzinsung des Gesamtwertesmit über 3 Prozent ausweisen konnten." lvenn der er-zielte Getreidepreis bei uns einen Grundwert verzinsensoll, der um das Doppelte bis Fünfzehnfache höherist als bei unsern Konkurrenten, kann das Ergebnisein anderes sein? Kllein, wird man mir einwenden,der Bericht über die eben erwähnten Erhebungen fahrefort,bei 5V Prozent (der ermittelten Betriebe) sei über-haupt eine Verzinsung des Bodenkapitals oder eineGrundrente nicht ermittelt worden". Nun will ich ein-mal annehmen, die Rentabilitätsberechnungen, auf denendiese Angabe fußt, seien unanfechtbar. Wer etwas vonsolchen Rentabilitätsberechnungen weiß, wird mich des-halb vielleicht leichtsinnig schelten. Kber gehen wir ein-mal von dieser Knnahme aus, so ist das, was hier be-hauptet wird, wenn richtig, nur ein um so sprechenderer

ZS