funken, und voll Staunen neiden uns die übrigenNationen um diesen Aufschwung. Erscheint es da nichtwie Verblendung durch ein feindliches Schicksal, wennso viele unserer Interessenten heute eben diese Handels-verträge schmähen und, während andere indolent zurSeite stehen, kurzsichtig wetteifern, durch Wiederkräfti-gung des protektionistischen Solidaritätssystems das zuzerstören, was uns solche Größe gebracht hat?
verzichten wir indes auf die praktische Anwendungder Ergebnisse unserer Betrachtung aus die Gegenwartim einzelnen. Die widerspruchsvollen Erscheinungen,welche diese ausweist, wurzeln in Erwägungen, wie siedie politische Konstellation des Augenblicks mit sich bringt.Erwägungen der parlamentarischen Taktik gegenüber istdie unanfechtbarste Darlegung des volkswirtschaftlichenTheoretikers wirkungslos. Zudem hat das Grgan desZentralverbandes deutscher Industrieller, leider nicht ohneBerechtigung, mir kürzlich zugerufen, meine Darlegungenkämen zu spät,' alles sei bereits abgekartet.
Auch hat mein heutiger vortrag lediglich den Zweck,heute grassierende theoretische Irrtümer zu bekämpfenund den Schlagwörtern entgegenzutreten, welche demUnbefangenen die Erkenntnis der Wahrheit erschweren.Er sollte Ihnen die etwas in Vergessenheit gerateneArgumentation des Freihandels vorführen, nicht, wiesie nach der Verzerrung durch leidenschaftliche Gegner,sondern nach den Besten derer sich darstellt, welche zuden Begründern und größten Zierden der Wirtschafts-wissenschaft zählen. Er sollte Ihnen zeigen, wie es einegrobe Unwahrheit ist, wenn man von einer Tribut-pslichtigkeit Deutschlands spricht, wo es fremde Produktein sein Wirtschaftsgebiet einführt. Unter Tribut versteht
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