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Sie sehen: In dem Maße, in dem die "Wirtschafts-entwicklung fortschritt, nötigte überall der Wider-spruch zwischen vorgefaßten ethischen Urteilen undder natürlichen Grundlage der Gesellschaft zu Aus-kunftsmitteln, um die ethische Lehre zu retten. Wassie charakterisiert, ist die prinzipielle Aufrechthaltung,ja in einzelnen Fällen die Verschärfung des ethischenUrteils hei tatsächlicher Preisgebung seiner Befolgung.Indes, es gab ein Gebiet, auf dem auch diese Auskunfts-mittel versagten, das Gebiet des auswärtigen Handels.Hier war von Anfang an das Streben, den größt-möglichen Vorteil wahrzunehmen, maßgebend gewesen,und von hier aus unterwarf sich das Streben nach demgrößtmöglichen Gewinn, in dem Maße, in dem dieeinzelnen Wirtschaftszweige von dem Absatz nach außenabhängig wurden, alle Wirtschaftsgebiete. Und anihm scheiterte auch die Lehre vom gerechten Preisein der Ausbildung, die sie im späteren Mittelalter ge-funden. Als Fremder war der auswärtige Kaufmannin die heimische Standeshierarchie nicht eingegliedert.Was war somit seine berechtigte Lebenshaltung, wassein ihr gemäß berechtigter Gewinn und der diesementsprechende gerechte Preis ? Nach den festen Regelnder Standesordnung konnte dies nicht festgestellt werden.Hier kam dementsprechend das Streben nach dem größt-möglichen Gewinn, wie am frühesten, so auch am rück-sichtslosesten zur Herrschaft, und von hier aus nahmdie Auflösung der gesamten mittelalterlichen Gesell-schaftsordnung ihren Anfang.
In welcher Weise erfolgte nun die Emanzipation
article les prelats n’octroient ne contredisent ä. present; mais nousfaisons fort que il n’en leveront nulles amendes. Et toua ceulsqui feront le contraire, tous leurs biens Nous seront acquis, etsera le corps puni, comme de cas criminel.“ Ordonnances desroys de France, t. II 85. Paris 1729.