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der Kricgsnoth vielleicht nur in den Ofsicinen selbst oder durch einenschlichten Rede-Aktus in dem Gymnasium geräuschlos begangen wor-den. Denn Wunder müßte es in der That nehmen, wenn vonSeiten des letzteren, welches noch zwei Monate früher den hierherberufenen Superintendenten Arnold Mengering in einer Druck-schrift beglückwünscht *) und dessen Rector den Leipziger Typographeneine Gratulation eingesandt hatte, worin die größte Theilnahme ander Feier ausgesprochen wird**), der festliche Johannistag so ganz
4) Die vom 24. April 1640 datirrc und von Petcr gab er in 4to gedruckte,1 Bogen starke GratulationSschrist befindet sich in der Maricnbibliothekunter den Mengeringiauis sul) sign. S. 1. 4. Eine Andeutung aus daSBuchdrucker - Jubiläum kommt darin nicht vor.
5) Gucintziuö sagt, nachdem er der Buchdrnckerkunst die größten Lobsprücheertheilt, ausdrücklich: „Wann dann dcrohalben billich dem allmächtigenGott für solche hohe vnd grosse Wolthat zu dancken — Bnd an diesemJohannes-Fest, Johannes Guttenbcrgcrn, den vollkömlichen Erfin-der, zum rühmlichen Atideucke», dav Jubel Fest gehalten wird, da sichGefreunde vnd Nachtbarn, wie sonsien, vermöge des Fest-Text?, mit frewenvn verwundern;" - und in dem angehängten Gedichte fordert er ?llle,welche irgendwie mit der Kunst in Verbindung stehen, auf:
„Wolauff an diesem Tag, wolauff begeht dijj Fest,
Mit Frewden danckt vnd lobt den grossen GOTT auffS best."
An keiner Stelle kommt aber auch nur die leiseste Hindeutung auf die hiesigeTvpographie, welche Gueintzins doch selbst erst wenige Wochen früher(vgl. oben Note 4.) in Anspruch genommen hatte, vor.