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unbeachtet vorübergegangen seyn sollte. Eine kirchliche Feier hat aberwohl bestimmt nicht stattgefunden G ).
Können wir demnach auch nicht auf ein, wenigstens durchgrößere Festlichkeiten ausgezeichnetes Jubiläum im Jahre 1640 hin-weisen, so dürfen wir auf daS vor einem Jahrhundert hier begangenemit desto größcrem Stolze blicken, da Halle bei jener Säcular-Feier unter allen Städten Deutschlands nach Leipzig die mei-sten Officinen zählte 7 ) und von Seiten der erleuchteten Regierung
6) Weber das Archiv der Kirche zu U. i'. Fr>, noch das zu St. Ulrich ent-hält eine Notiz über eine geistliche Feier; auch Gottfried Olearius ,damals Pastor der letztgenannten Gemeinde, erwähnt in seiner Halygra-nliia im chronologischen Register des Jahres 1640 nichts von einem Jubi-läum, unter welchem Worte das Haupt-Register ebenfalls nur auf dieReformationv- Feste von 1617 und 1641 verweist. Am 20. Juni 1640hatte sich, nach Olearius, ein Unglücksfall, in Folge dessen ein Menschsein Leben verloren, ereignet; dann aber findet sich für die nächstfolgendenWochen gar nichts bemerkt.
7) Schon mit der Errichtung der Universität im Jahre 1694 fanden sich zweiauswärtige Buchdrucker, Christi au Henckcl aus Witte nberg undChristoph Andreas Zeidler aus Frankfurt an der Oder, hierein, und im Jahre 1707 waren, nach dem hiesigen Adreß - Kalender, bereitsfolgende 7 Officinen in Thätigkeit:
Sah tit. 1. Die Königl. Magdeburgische Regierung:„Rcgierungs-Buchdr. Herrn Christoph SalfeldS Witwe, wohnet aufmNeumarkt in ihrem Hause."