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Vorakademische Buchdruckergeschichte der Stadt Halle : eine Festschrift / von Gustav Schwetschke
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Daß aber der Vorwurs unkritischer Behandlung der Angelegenheitauch seinen Gegner Panzer, so wie sämmtliche Vorgänger desselbentrejft, ist ebenfalls nicht in Abrede zu stellen.

Die Gründe, welche für unser sächsisches Merseburg sprechen, sind nachstehende:

1) Nur für das sächsische Merseburg, welches seinen Namenvon Mars herleitet nicht aber für das schwäbische, vonseiner Lage benannte Meersburg Ö ), kommt die lateinische

4) Trotz dieser von sämnttlichcn ciltcrcn Annalisten, u. a. auch von dem BischofDitmar angenommenen und in dem ebenfalls gebräuchlichen Martis-bnrgum deutlich hervortretenden Herleitung, ist die gewöhnliche, auch inoffiziellen Dokumenten gebräuchliche, lateinische Schreibung Merse bür-gn in mit geringen Abweichungen. Vgl. über den Namen der Stadtüberhauptv. Medem Beitrag zur Geschichte der Stadt Merseburg", (in den Neuen Mittheil. des Thüring.-Sächs. Vereins f. Erforsch, d. vaterl.Alterth. Herausg. von Forste mann. Halle 1836. II. Bd. 3. Stück,S. 390.) undBischoff's und Möller's Wörterbuch der alten, mittlerenund neueren Geographie, Gotha 182g", s. vocc. Marsibnrgarn undMersabnrgnm. In den folgenden Noten 7 und 8 geben wir dazunoch einige Nachträge.

5) CrusiuS sagt in seinen Aniiales Suevici, Francof. 1595. Tom. I.11.291. von Merspurgiim (denn so, oder in der früheren deutsche»Form Merspurg, schreibt er es durchgängig, nur einmal kommt, jedoch,wohl bemerkt! im Register, Mersbiirgum vor)sie ä profmiditatcaqaarnm, quac Ibi sunt, dictiun." Dieses Gewässer war aber der

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