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mengesetztcn Formen, als Martipolis 7 ), Martiopolis,M a r t i n 0 p 01 i s 8 ) , vor.
2) Die Form „Merßborg" kommt gleichzeitig buchstäblich fürdie sächsische Stadt vor»), welche ihre letzte Sylbe überdieshäufig mit dem Vocal 0, stets aber im Aufauge mit b bildet,während die ältere Form für den schwäbischen Ort wohlausschließlich Merspurg 10 ) ist.
7) In einem Glossar, tlicotisc. See. XII. (hinter Gerbert'S Uer aleman-nic.) steht unter den Civitates Saxoniae auch: „Martipolis, Mer-feburc." — Diese lateinische Form fehlt bei Bi sch 0 ff und Möl ler.
8) Sch edel'S leider cronicariim, Norimb. 1493, führt bei der Länder-beschreibung die sächsische Stadt an und bemerkt: „rnartinopolis inhonorem inartis a veterilnis conilita merselnirgiiim liodie vocant." —Brotuff, der in seiner Merseburgischen Chronik (Leipzig , bei GeorgHantzsch 1557) durchgängig affectirt genug „Marsburg" schreibt, nenntebenfalls nur die lateinische Form „Martinopolis."
9) Bgl. Dreyhaupt I. Th. S. 145., wo in einer Urkunde vom Jahre 1454«Ern Harm an Westual, pherner zu Deltzsch", mit Zauderen „pherncrn"als „phaffen der stiffte Magdeburg, Mentz vnd Merßborg" erscheint.
10) Diese Form kommt u. a. in der Beschreibung des Concils von Costnitz,Augsburg , gedr. durch ?lnton Sorg 1483, Bl. 72b dreimal vor. —Der Gebrauch des p in purg ist auch der damaligen oberdeutschen Schreibweise(wie bei Ravenspurg, ?lugspurg u. s. w.) eigenthümlich, und erst inneuerer Zeit ist statt des früheren -MerSpurg und Mörspurg, dasMcrsburg, Mörsburg und MeerSburg üblich geworden.