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Zwei Reden an Kaiser und Reich / von Johannes Sleidanus. Neu hrsg. von Eduard Böhmer
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hac libertate, rationes inibaut subjagaiidi Caesaris, neque veritisunt tandem postulare jusjurandum ab eo, qaalo solent clientespraestare suis patrönis. Hoc inde profectum est, quoniam in-auguratione facta consecrabant Cassares.

Qni magnis anirais initio resistebant buic illorum importuni-tati et audacise. Nam et bodie nemo est, qui noü obstupesceretad rem adeo novam, cogi scilicet fidem et obsequium ilIipnestare, qui tuus antea fuisset cliens, cujus dependisset omnis,nou ita pridem, a tua voluntate et assensu auctoritas.

Quid enim istud est rei novre, mi Romane pontifex, autquid sibi vult bic tarn improbus conatus? Quodsi vestraOpera contulit aliquid, ut jus coiistituendi Cicsaris ad nostramgentem perveniret, certe et nostri vicissim majores Iiis tantispossessionibus vos locupletarunt, immo nos atque majores nostrimaxiina siepe pericula suscepimus, ut vestra vobis dignitasconstaret. Si tarn essetis tenues, quam aliquando fuistis, nul-luni esset infcer nos ortum band dubie dissidium. An vero,

Eid (juramentum fideli[31]tatis, oder Lebeneid) die Keiser da-mit zu verpflicbten , welches seinen Ursprung daher genomenhat, das sie nach dem Carolo Magno, die Keiser salbeten undcousecrirten.

Den Eid haben die Keiser gar abgeschlagen, Denn es warja selzam zu hören, man würds auch heutigs tags nit wollenverstehn, nämlich, das ich dem jhenen, der vorhin und newlich,seines Ampts bestetigung von mir empfahen müst, ietz alsmeinem lehenberren schweren, und on alle vorgebende ursach,den eid thün solt.

Denn warumb mein lieber herr Bapsfc, wölt ir dise newerungeinfuren? Habt ir dazu geholffen, das die wähl und Chur-gerechti^keit, an unsere Nation komen ist, so haben wir undunsere voreitern euch widerumb geholffen, das ir solche weid-liche gilter besitzet, das ir bind und leut zii regieren habt,da, wir und unsere vorfaren, haben euch in eweren grossennöten errettet, haben gemacht, das ir des lauds von ewerenfeinden nit verjagt sind. Wenn ir noch arme Bischöfe werend,wie vorhin , so würdent ir uns freilich unverworren lassen.Müssen wir dann des entgelten , das unsere vorfaren euch