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Zwei Reden an Kaiser und Reich / von Johannes Sleidanus. Neu hrsg. von Eduard Böhmer
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miles atque consfcantes in hac sua inexhausta cupiditate, potesfacile aestimare, Caesar, ex iis, qua? nostris adeo temporibuset in hac hominum memoria contigerunfc.Nemo nescit, quam insignis fuerifc bellator Julius pontifex.Maxima fuifc regibus ipsis cum eo simultas, immo tuus eLiam,Caesar, avus Maximiiianus, etsi laudatissimus princeps, vitarenon potuit ejus inimicitias, in causa longe justissima, qnandoconcilium ille publicum, ut rem in primis orbi Christiano ne-cessariam, decernebat, Julius autem ab eo maximopere abhor-rebat. Qui licet totus erat obrutus opinionibus falsis et Epi-cureis, etsi vitiis erat immersus altissime, quanquam toto vitaegenere testabatur, non esse ab ipso alium expectandum Anti-christum, cogere tarnen volebat homines, ut in ipsum intueren-tur, et differrent omnem actionem , quoad sua ipse flagitiapublice damnaret. Sed cum nimium esset lentus emendatoret censor ille, tuusque, Csesar, avus, et alii cum eo principes,cuperent rebus nimium affectis mederi, continuo i'ulmen ille

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den hewtigen tag beharren , kan E. M. in ansehung derendingen so sich in menschen gedencken, und in unser zeit zu-getragen haben, leichtlich abnemen.

Wie Bapst Julius ein weidlicher krieger gewesen , undhaus gehalten hat, ist iederman kündig. Die gröste Poten-taten haben mit im müssen in den hären ligeu, auch E. M.anherr, Keiser Maximilian, und das von wegen eins von imausgeschribenen und angefangenen Concili, dweil Julius nitfort wolt, und ab dem Concili ein feindlich abschewens het.Er war aller ketzer und Abgöttereien, aller laster und bosheitvol, er stecket in aller unsauberkeit bis an die ohven, er zeigetgewaltiglich, das man auff den Endchrist nit lenger gewar-teu het, und dennoch müsten alle König und Potentaten seinerheiligkeit zusehen, und harren bis er sich selbs straffet undverurteilet. Da er es aber auch zu lang machen wolt, und diePotentateu, vorab E. M. An[41]herr, als das haubt, anfieng, vonstund an gieng blitz und donder ab, darumb, das er on be-willigung seiner heiligkeit, solchen grossen handel, dessen keinmensch auff erden dann seine heiligkeit allein, fähig odermechtig sein mag, undernomen hat. Und war doch im selben