217
nunc sreculis observant, quod semper in deteriora rannt, quodetiain hodie non dubitant affirmare, nunc aliain esse rationein,alia tempora, faciunt in eo nequiter, et a veritate longissimerecedunt. Nec euim Biblica solum scripta, sed etiain majorumsuoruin pias et salütares constitutiones servare debent, eo quodmagistratus est non dominus, verum minister legis. Hoc silocum habet in omni republica civili bene constituta, quantomagis valere debet in causa religionis ? Quoties condunturleges, oportet eas, ut Plato sentit, ita esse temperatas, ue unialicui parti civitatis aut factioni prosint, verum ut sint totireipublicse salütares atque utiles. Qui contra facit aut aliudspectat, hunc ait esse non civem, sed perturbatorem potius etseditiosutn, cujus decreta sint ab omnibus repudianda. Sed etillud addit, oportere magistratum, qui potestatem habet ferendileges, [TJ erga rempublicam affectum esse, quemadmodum pa-rentes affecti sunt erga suaui familiam et liberos, hoc est,
*
diser stuck keins, seither vil hundert jaren, auch ie lenger ioweniger halten, und daneben sagen, es sei nu ein andere ge-legenheit, etc. daran thünd und sagen sie wider alle billicheitund warheit. Denn nit allein sind sie die Apostolische schriff-teu, sonder auch irer vorfaren gute Christliche ord[48]nungenzü halten schuldig, darumb, das die Oberkeit, nit ein herr,sonder ein dien er des gesetzes ist. Und so das im Kaiser-lichen rechten gilt, wie vil mehr sol es in Gütlichen Sachengelten? Plato sagt, wo man gesetz und Ordnungen macht,das sie müssen nit einem theil der stat allein , sonder demgautzen Cörper der stat und den gemeinden, zü uutz und zumbesten gemacht werden, und die anders thünd, sind keinerechte Bürger, spricht er, sonder auffrührer, Es mögen auchsolche gesetz, nit als auffrichtig, angenomen oder gelobt wer-den. Daneben sagt er, es sol die Oberkeit, so gewalt hatOrdnungen zü machen, eben sein wie ein Vatter und Mütter,sol vatters und mütters natürliche lieb und neigung an sichhaben, das ist, ire gesetz und Ordnungen, sollen der mas ge-thon und gestellet sein das man nit anders darinn spürenmög, dann eitel lieb und freuntlichen willen zum volck, undgar keinen frevel, wie deren tyrannen brauch ist, die allein