Druckschrift 
Zwei Reden an Kaiser und Reich / von Johannes Sleidanus. Neu hrsg. von Eduard Böhmer
Entstehung
Seite
219
Einzelbild herunterladen
 

et oo pluribus annis, in perjurium iucurrerunt, ut qui legeslatas ab apostolo Petro, quem | primum ipsi commemorant iislocis prafuisse, non observarunt; si vero millum tunc fuit talejusjuraudum , sed longo post intervallo temporis iutroductumest, profecto miseri sunt et omnino deplorati, qui non modonihil recte agunt, verumetiam ejusmodi vinculo se constringuntipsi, ne quid unquam faciant ex officio.

Notum est illud Julii Csesaris et celebre dictum : si violandasit fidcs, regni causa violandam esse. Memoria tenent hancsententiam nostri pontifices, eamque usu quotidiano sibi fami-liärem faciunt.

Veteres illoa primorum episcoporum canones, quia nitniumeraut frugales atque philoaophici, resciderunt omnes, ac eos,qui postea sunt ab ipsis tauquam humanarum rerum peritiori-bus et hominibus politicis inventi, diligcnter observant. Etnisi quis hanc artem teneat, eorumque se moribus accomniodet,

aut si priscam aliquis tenuitateni et simplicitatem in usum

;

*

so sind sie alle die seither tausent und mehr jaren gelebt ha-ben, eidbrüchig, als die S. Peters, wie sie sagen, und derersten Bischöven zu Rom, Christliche kirchen Ordnungen nitgehalten haben, wie kündig. Ist er aber nit alle zeit gewesen,so sind sie wol arm heillos leut, das sie nit allein, ie lengerie erger und schentlicher, sonder auch das sie sich vereidenund verschweren, nimer from zu werden, oder güts zu fchüni

Aber es gehet inen, wie Keiser Julius sagt, wo trew undeid ie nit zu halten sind, so mag man sie wol, und vornem-lich verletzen, wenn es umb ein land oder Königreich zu thünist, und wenn es grosse vorstehende nutzung beibringen mag.

Sie haheu die alte und erste löbliche Canones zerrissen,und mütwilliglich zerbrochen, dweil sie nach dem bettelsackschmäckten, und gar zu einfeltig waren, aber die andere, sovolgends von inen, als von den weltleuffigen und verständigengemacht sind, und zur kuchen dienen, bleiben unzerbrochen.Es dienet auch keinem ander inen zu sein, er wöl dann raan-lich darob halten, sonst haben sie wol die geschicklicheit, woeiner nit essen wolt oder möcht, das sie es im dennoeht sub-