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pontificis animus offendatur, futurum id tibi minus commodumob [Tiij] res Italicas, de quibus periclitari uolis. Magnat suntprofecto Satame subtilesque artes. Ecce quem in locum res,ipsius industria consilioque, deductffi sint. Nonne paradoxumvideri debet ac in primis absurdum, ecclesüe ministrum eopotentise pervenisse, ut etiam summi reges ipsum observent,revereantur et colant, ut illius effrenem licentiam ne verboquidem ausint reprebendere, tantum abest, ut coerceant, idquemetu, ne damnum ea res ipsis et luculentum dispendium ad-ferat? Est ita sane, quemadmodum non raro fortasse, Caisar,cogitas, ut ei, qui velit in Italia domiuari, vel etiam sua tueri,prope sit necessaria pontificis gratia. Sic enim omuia per-miscet, turbat, involvit, subvertit, corrumpit ac labefaeit, utconsistere vix aliquis in gradu possit, nisi fautorem babeatillnm et benevolum. Multi srepe reges ac principea lioc ipsumexperti sunt, neque desnnt hac aetate nostra, qui testari possint,quid ipsis acciderit. Hinc adeo fit, ut ejus amicitiam vehe-menter expetant monarclne, ut modis omnibüs operam dent,
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zum grossen bescbwernis und nacbtheil reichen möcht. Es istein wunderlich wesen umb des Satans arglistigkeit und prac-ticken, Man schawe, wohin es geratlien, Ists nit gar seltzamzu hören, das ein Kirchendiener, zfl solchem grossen gewaltauffgestigen ist, das im auch die gröste Potentaten der weithofiren, das sie im seinen Übermut und gewalt gestatten müssen,und nichts duren darwider sagen, aus forcht, es möcht inenin vi! weg nachteilig sein ? Es ist leider also , wie E. M.etwa betrachtet, und hat ein solche gestalt, welcher in Italiengedencket zu herrschen, und seinen stand zu erhalten, das deman des Bapsts gunst und f'reuntschafft gar vil gelegen ist.Denn er vermischets, venvirrets, und bestichets allentbalbeudermasscn , das man nicht w r ol vor im bleiben kau, wo ereinem abhold ist. Es habens offt vil hochlöblicber Keiser,auch andere König wol versuchet, und noch hewtigs tags mö-gen etliche Potentaten wol [52] bezeugen, was inen widerfarenist. Daher dann kompt, das man umb inen bulefc, und dassich ein ieder befieisset, seinen gunst zu bekomen. In wel-