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Zwei Reden an Kaiser und Reich / von Johannes Sleidanus. Neu hrsg. von Eduard Böhmer
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234
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formationuni , quamdiu non erifc sublata causa morbi , quemcurare volumus, et detectum plane vulnus, .cui cicatricem ob-ducere cogitamus. Itaque si cüpiunt esse vere pontifices, cjuodaudiunt, et voluut eo, quem tenent, loco videri nou indigni,redeundurn est ipsis ad priscam illam frugalitatem, redeundumad labores et vigilias et auimi perpetua exercitia. Durumquidem esse videtur istud, sed tarnen verum est.Quanquam frustra sumitur omnis bic sermo. Ne in meuternquidem eis venit, ut bnc descendant. Et quoniam gravi mul-torum hominum odio laborant, lenitatem et benevolentiamquandam insolitam praa se ferunt. Deplorant infortunia sua,non quod flagitiorum et turpitudinum ipsos poeniteat, non quodvitam emendare cupiant, sed ut, impulsis ad conimiserationemanimis, et in extremam odiorum acerbitatem vocatis adversa-riis, consistere possint in eo, quem reliquum adhuc habent,gradu. Nam adeo nihil eos pcenitet anteacta3 vita3, nullam ut

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und wie es zflgebn wirt, so lang die ursacb der kranckheit,die man ietz vorhat zu heilen, nit weg genomen ist. Und istdis ein schlieslich und unablehnlich argument, der geitz hatden Bapst mit seinem hauffen verbleut und hüben gemacht,Darumb sollen sie widerumb from, und ires ampts wirdig sein,müssen sie das gut der Apostel füs legen, der Kirchen,das ist, der rechten kirchendieneren und armen notürfftigeuuuderhaltung. Es ist rauhe hören, Aber das antecedensist unverneiulich war, es gehe mit dein consequens wiees mag.

[58] Aber man hat im güt predigen , es ist im gar un-gelegen, er wirt nit so nerrisch sein, Und weil er dann diseoder dergleichen forcht haben mag, wie obgemelt, tliüt er sichietz gar früntlich (doch wider seine art und natur) zu allenPotentaten, und vorab E. M. als dem Haubt, Er machtsich klein, erbeut sich zum aller höchsten, beklagt sich hefftigseins Unglücks, nit der meinung sein wesen und mishandlung enderen oder besseren, sonder, damit er in seinem hohenstand und in aller gestalt, wie er noch ist, bleiben mög. Undso gar vermeinet er nit unrecht haben, das im noch heu-tigs tags kein ding hertzlicher leid ist, und beschwerlicher