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Paläographischer Nachweis der Unächtheit der Kölner Freimaurer-Urkunde v. J. 1535 / Gustav Schwetschke
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verzeichnen. Die weiter unten gegebenen Beispielewerden das Verfahren deutlich zur Anschauung bringen.

Obgleich die Quadrat-Chiffre zuerst von Agrippa von Nettesheym erwähnt wird, so rauss dieselbedoch schon lange vor diesem Schriftsteller in Gebrauchgewesen seyn 7 ), da Agrippa in seinem Werke deocculta philosophia seit de magia, dessen erstes Buchim J. 1531 zu Antwerpen an das Licht trat, wonächstim J. 1533 das ganze AVerk (in Köln) erschien, überjene Chiffre in des III. Buch. 30. Kap., welches dieUeberschrift „ Älius characterizandi modus, u Cabaliftisiraditus" trägt, sagt: — »Eft ctdhuc edius modus apudCabalifias, ol'tm magna tienerailone habitus, fed hodietarn communis effecius, ut fere inier prophana locumforiiius fit."

lieber die Bildung der Chiffre fügt er sodann hinzu:

„Diuidantur uiginti fepiem Ilebraeorum characieresin tres claffes, qüarüm qnaelibet nouem contineut Hie-ras: Prima feitieet ünnni^aN qüäe funt fignacülä nu-merorum fimplicium, rerumque inteUectualium , in no-uem angelorum ordines dißributoritm: Secunda tenet

7) Auf einigen angeblich zu Herculamim gefundenen und vonWi nch elman n erwähnten Gemälden sind Zeichen in Qua-drat-Chiffre angebracht, welche Kopp in seiner Palaeo-(/raphia critica P. III., Mannliemii 1829, p, 271 als einen,von dem betrüblichen Verfertiger der Gemälde verfasstenSpoltzuruf ,,E«(fts ine" zu erklären sucht.