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Paläographischer Nachweis der Unächtheit der Kölner Freimaurer-Urkunde v. J. 1535 / Gustav Schwetschke
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Vorwort.

Ein im Jahre 1816 dem Prinzen Friedrich der Nieder-lande , Grossmeistcr des dortigen Logenverbandes, ano-nym zugesendetes Convolut enthielt auch ein lateinischverfasstes und in der sogenannten Quadrat-Chiffreniedergeschriebenes Dokument, welches unter demNamen der Kölner Freimaurer - Urkunde bekannt gewor-den ist. Dieselbe Ist angeblich zu Köln am 24. Juni1535 von 19 Bundesmitgliedcrn ausgestellt worden,unter welchen sich berühmte Namen aus verschiede-nen Ländern Europa's befinden. Als Zweck der Zu-sammenkunft wird vorzugsweise die schriftliche Nie-derleo'un"' von Nachrichten über Geschichte und Ten-

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denz der Verbrüderung, zur Abwehr gegen grundloseAnschuldigungen und für den Fall des Dahinsinkensder Brüderschaft angegeben.

Da jene Nachrichten jedoch mit den bisher überdie Freimaurer -Gesellschaft bekannt gewordenen inoffenbarem Widerspruch sich befinden und die Namender dort genannten Theilnehiner, wie der eines Me-

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