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verzeichnen. Die weiter unten gegebenen Beispielewerden das Verfahren deutlich zur Anschauung bringen.
Obgleich die Quadrat-Chiffre zuerst von Agrippa von Nettesheym erwähnt wird, so rauss dieselbedoch schon lange vor diesem Schriftsteller in Gebrauchgewesen seyn 7 ), da Agrippa in seinem Werke deocculta philosophia seit de magia, dessen erstes Buchim J. 1531 zu Antwerpen an das Licht trat, wonächstim J. 1533 das ganze AVerk (in Köln ) erschien, überjene Chiffre in des III. Buch. 30. Kap., welches dieUeberschrift „ Älius characterizandi modus, u Cabaliftisiraditus" trägt, sagt: — »Eft ctdhuc edius modus apudCabalifias, ol'tm magna tienerailone habitus, fed hodietarn communis effecius, ut fere inier prophana locumforiiius fit."
lieber die Bildung der Chiffre fügt er sodann hinzu:
„Diuidantur uiginti fepiem Ilebraeorum characieresin tres claffes, qüarüm qnaelibet nouem contineut Hie-ras: Prima feitieet ünnni^aN qüäe funt fignacülä nu-merorum fimplicium, rerumque inteUectualium , in no-uem angelorum ordines dißributoritm: Secunda tenet
7) Auf einigen angeblich zu Herculamim gefundenen und vonWi nch elman n erwähnten Gemälden sind Zeichen in Qua-drat-Chiffre angebracht, welche Kopp in seiner Palaeo-(/raphia critica P. III., Mannliemii 1829, p, 271 als einen,von dem betrüblichen Verfertiger der Gemälde verfasstenSpoltzuruf ,,E«(fts ine" zu erklären sucht.