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Paläographischer Nachweis der Unächtheit der Kölner Freimaurer-Urkunde v. J. 1535 / Gustav Schwetschke
Entstehung
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&. incertuine , & qu'eUe demanderoit d'autres rechercheschroiiologh/ues.

Je Irouve aufß des F pointus des 1475 dans le DiogcneLaiirce de Janffon.})

Catliolicon von 14C0 (angebl. durch Gutenberg zu Mainz ge-druckt) im Originale oder wenigstens die angeführte Schluss-stelle im Facsimile zu vergleichen Gelegenheit gehallt, sowürde er gefunden haben, dass diese Stelle buchstäblichfolgendermassen gedruckt ist:AUiffimi pvefidio ciiinsmitn iiifantium linyue fiunt dijerte. Qvi q; ritt o Cd >' quenumero) fepe j)uulis (d. i. parmilis~) reuelat" etc. Wiewenig auch in neuester Zeit auf eine buchstabengetreueAbschrift eben dieser Stelle gehalten worden, zeigt u. a.der Druck derselben in Schaab's Erfindungsgeschichte derUuchdrucherliuiist, wo ebenfalls cujus, parvulis und re-velat steht. Udingens wird in der mir vorliegenden , den1470ger Jahren angehörendenvAusgabe des Catliolicon (be-kanntlich eines lateinischen Wörterbuches des Mittelalters)ausdrücklich gesagt, dass i und u sowohl zur Bezeichnungdes Vocal-, als des Consonans -Buchstabens gebraucht wür-den. Schwetschke.

f) Die Bemerkung Papillon's, dass das spitze v in derAusgabe des Diogenes Laertius aus der Officin des bekann-ten Buchdruckers Nicolaus Jenson zu Venedig 1475 (vgl.Hain i-epertor. bibliograph.TSr. * 6199} vorkomme, ist zu un-bestimmt gefasst, als dass sich daraus für die Behauptung,dieses spitze v habe dort als solches das u consonans be-zeichnen sollen, etwas hernehmen Messe. Aus anderen undzwar späteren Drucken des Jenson, welche mir vorliegen.