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kommen. Bann verklagt man die Besitzer der „Bank “und kriegt erst recht nichts, denn der englische Richtersagt: „Aber Sic haben ja gar nicht in Minenaktienspekuliert, »Sie haben nur den Anspruch auf eine,Spielschuld 1 und eine solche können Sie nicht ein-klagen.“ — Die deutsche Presse und an deren Spitze die„Frankfurter Zeitung“ und „Norddeutsche AllgemeineZeitung“ hat in letzter Zeit auch mehrfach ihre war-nende Stimme betreffs dieser, von London aus gratisins Haus gesandten Ratschläge erhoben. Vom volks-wirtschaftlichen Standpunkte allein würde es vongrossem Interesse sein, einmal zu erfahren, wie vieldeutsches Kapital jährlich in die Taschen solchergewissenloser Gründer und Finanzschwindler aufNimmerwiedersehen wandert oder schon gewandert ist.
Bei einer Unterredung mit einem Broker, welcherauf eine 20jährige Erfahrung mit deutschen Speku-lanten zurückblickt, erfuhren wir, dass das Geheimnisdes Misserfolges so vieler Spekulanten einerseits indem Umstande liege, dass sich selbe nie mit kleinenKursgewinnen begnügen wollen, andererseits auchdarin, dass sie sich immer noch nicht dazu verstehenkönnen, sich a la Baisse zu engagieren, das heisstnach unten, oder wie man es auch zu bezeichnenpflegt, zu fixen. Derjenige Spekulant, welchersich bei verhältnismässig hohen Kursen nach untenengagiert, würde unter 10 Fällen neunmal davonprofitieren; um uns recht zu geben, braucht mannur einmal den Kurszettel der letzten zwei Jahrein die Hand zu nehmen. Betrachten wir vondiesem Standpunkte eines der grossen amerikani-schen Bahnunternehmen. Nehmen wir an, der Kurs