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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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sem Grunde sich die Löhne bedeutend vei'ringernwürden. Ja, er behauptete sogar mit dem Brusttöneder Ueberzeugung, dass sich die Löhne von weissenArbeitern um 30°/ 0 innerhalb von 5 Jahren nach demFriedensschluss verringern würden. Seine Auslassun-gen schliesst er mit folgender Uebersicht, wie sich dieBetriebsunkosten pro Tonne verbilligen würden:

weisse Löhne .... um 2,3 sh.schwarze Löhne . . . 1-1,3

Materialien.. 0,5

Dynamit. 0,45

Kohlen. 0,61

Demnach also eine Gesamtersparnis von 4,86bis 5,16 Shilling pro Tonne!

Wenn sich nun schon Leute von der Autoritätdes Herrn Denny, der doch eigentlich berufen seinsollte, die Dinge mit einiger Gewissheit beurteilenzu können, derartig geirrt haben, was können wirdann von Zeitungsschreibern und sonstigen interes-sierten Kreisen wohl erwarten? Auch in dieser Be-ziehung scheint Südafrika das Grab manchen gutenBufes zu sein.

An der Hand obiger Tabellen können unsereLeser ja jetzt selbst am besten beurteilen, inwieweitdie erhofften Erwartungen bezüglich Verbilligung derBetriebsunkosten eingetroffen sind oder eintreffenwerden. Auch sind sich die Gelehrten über die prak-tische Durchführung der Tiefgrubenbetriebe noch langenicht einig. So liegen uns Gutachten von Sachver-ständigen dahin vor, dass ein Betrieb der viertreihigliegenden Tiefstollen, also in einer Tiefe von 6000bis 8000 Fuss sehr wohl praktisch durchführbar und