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interessiert, dem empfehlen wir, sich die Statistik überdie Erkrankung der Bergwerksarbeiter in den tiefenSilbergruben zu Ereiberg i. S. kommen zu lassen.Ueber diesen wichtigen Punkt haben sich bislang ersteunparteiische Sachverständige ausgeschwiegen, trotz-dem es doch der Mühe wert gewesen sein würde,dieses wichtigen wirtschaftlichen Umstandes Erwäh-nung zu tliun.
Ob nun ein rentabler Minenbetrieb in einer Tiefevon weit über 5000 Euss möglich ist, möchten wirstark bezweifeln. Betrachten wir doch einmal dieletzten Bohrlochergebnisse, sehr günstig steht es damitnicht, und wenn man auch ein Bohrlochergebnis fürein im grossen Betriebe aufzubauendes Unternehmennicht als definitiv massgebend ansehen soll (denn esgiebt Fälle, wo sich solche Bohrlochergebnisse fürden späteren Betrieb als ganz illusorisch ausgewiesenhaben), so muss man doch eben nach den Resultatenurteilen, die einem bis jetzt zur Verfügung stehen.
Wie bekannt, hat man vom Turf Club Arealaus, in einer Tiefe von nahezu 5000 Fuss das Reefwirklich angetroffen, doch wies dasselbe nur 6 dwts.pro Tonne auf, ein mit Rücksicht auf die grosse Tiefedurchaus unbefriedigendes Resultat. Im grossen undganzen bezweifeln wir nicht, dass sich die zweit-reihigen Minenunternehmen als rentabel ausweisenwerden, bei den drittreihigen jedoch sind die Chan-cen unserer Ansicht nach nur sehr gering, und wosich die Gelehrten noch streiten, darf doch derweniger Erfahrene auch zweifeln. Aber solangenoch Ungewissheit betreffs des endgültigen Resultatesherrscht, giebt es auch Raum für Optimismus;