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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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guen zu suchen ist, jedoch wird, wenn diese Zeilenim Drucke erscheinen, wohl schon etwas mehr Lichtüber die Angelegenheit geworfen sein. Unsere Mei-nung ist und bleibt, dass, was immer die Gründe auchsein mögen, noch für lange Zeit hinaus der Zuflussau Arbeitern der Nachfrage nicht genügen wird.Sehr optimistisch würde es jedenfalls sein, anzuneh-men, dass in einem Jahre der Betrieb wieder derselbesein würde, wie vor dem Kriege. Es ist doch gut,dass die zivilisierte Welt infolge der sich fortwährendüberstürzenden Sensationsnachrichten ein sehr schlech-tes Gedächtnis für Geschehenes besitzt, sonst würde denProphezeiungen so mancherSachverständigen oft einganz unsterbliches Gelächter folgen, so oft sie nichteinträfen. So erklärte der derzeitige Präsident derMinenkammer, Bouliot, in Johannesburg im vergange-nen Jahre, dass Ende des Jahres (1902), ja vielleichtschon im Oktober, alle Stampfen wieder in vollemSchwünge arbeiten würden. Die Arbeiterfrage bleibtaber immer noch, trotz Bouliot, die Hauptfrage desBandes. Das Gold ist vorhanden, aber es wird nurdann der Mutter Erde entrissen werden können, wenndie Arbeiter, weiss oder schwarz, ebenfalls in genü-gender Menge vorhanden sind.

Das Fiasko in der Koffyfontein mit indischenArbeitern, welche sich als physisch nicht stark genugauswiesen, sollte doch selbst dem grössten Anhängerfürgelbe Arbeit Stoff zum Nachdenken geben. Manraunt sich in gewissen Kreisen schon zu, dass es mitChinesen nicht weit, besser sein würde, denn man darfnicht vergessen, dass im Vergleiche zu den west-australischen .Minenarbeiten,, wo doch Chinesen das