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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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Hauptkontingent der Arbeiter stellen, die am .Ramievon der menschlichen Maschine erforderliche phy-sische Energie ca. 50°/ 0 mehr Ansprüche stellt.

Wenn man in ernst zu nehmenden Organen liest,dass den Kaffern nolens volensnichts weiter übrig blei-ben wird, als entweder zu arbeiten oder zu verhungern,so kann man dies wohl als nichts anderes wie blöde.Auslassungen seitens derjenigen Klasse von Journa-listen bezeichnen, -welche sich vom collcgium logicumnoch niemals etwas haben träumen lassen. Sind denndie Ivalfern nur zur Herrlichkeit der Minenindustriegeboren? Hat man vergessen, dass eine solche über-haupt erst seit 10 Jahren in grossem Stile existiert,und von den 6 Millionen Negern wohl kaum mehrals 2°/ 0 dort, beschäftigt waren? Haben die Eng-länder schon die Kaffernkriege vergessen? Man ver-gesse nur nicht die Goethoschen Worte:Gott giebt.zwar den Acker, aber nicht den Pflug!

Es wird vielleicht viele Leser interessieren, dassgerade im Gegensatz zu den Zeitungsmeldungen dieVerteilung der Arbeiter an die verschiedenen Minen-unternehmungen doch nicht so gleiebmilssig und un-parteiisch von statten geht, sondern auch wie alleanderen Dinge Marktmanövern entsprechend einge-richtet wird. So liest man, dass es dem CoronationSyndicate gelungen sei, 250 Kaffern für ihre Arbeitenaufzutreiben, aber vielen Mineminternelmiungen ist esimmer noch unmöglich, für Geld und gute Worte Arbeits-material zu schaffen. So lang ein derartiger Zustandandauert, kann inan es dem Publikum wohl kaum ver-denken, dass es noch kein grosses Vertrauen für die un-mittelbare Zukunft der Minen an den Tag legen wird.