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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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regung zum Schutze des deutschen Kapitals Aufmerk-samkeit entgegenbrächten, so dürfte dies vielleichtvon weit praktischerem Nutzen für das spekulierendePublikum sein, als die gesamten Ergebnisse des jüngstin Frankfurt a. M. stattgehabten Bankiertages.

C. Westaustralische Minen.

Sollen wir eine Jeremiade anstimmen oder sollenwir den in den westaustralischen Minenunternehmenso schwer heimgesuchten Spekulanten Trost spenden? Eine sehr undankbare Aufgabe steht uns bevor:Wie mancher unserer Leser wird ausrufen:Ja, nachden Ereignissen kann man leicht klug reden. Istdem aber wirklich so, hat das Publikum denn wirk-lich aus den Geschehnissen gelernt?

Seit dem Beginn der westaustralischen Minen-skandale hat der Huf der Londoner Börse , der Börsealler Börsen, schwer gelitten. Das Wort Börsen-schwindel ist aber auch mit dem WorteWestaustra-lien so eng verknüpft, dass es einem geschicktenJournalisten ein Leichtes sein würde, durch eine Be-schreibung der westaustralischen Minen dem Leserauch zugleich alle Lust zu nehmen, jemals überhauptwieder mit der Londoner Börse zu arbeiten. Es be-darf eben aller taktischen Zurückhaltung, um ohneLeidenschaft unseren Lesern an der Hand der That-sachen ein klares Bild in nicht zu grauen Farbenaufzurollen. Jedoch bemerken wir von vornherein,dass wir in nachstehendem nicht die Geschichte derEntwickelung und der Skandale der westaustralischenMinen geben wollen, sondern die einzelnen Minen nurmit wenigen erklärenden Fingerzeigen zu versehen,