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den Aktionären jemand befinden würde, der einer-seits das vollste Vertrauen seiner Mitaktionäre ge-nösse, anderseits auch etwas vom Minenwesen ver-stände, dann würde es doch von grossem Vorteilesein, wenn ein solcher Mann als Vertreter der Aktionärenach der Mine als Inspicient gesandt würde.
Wir können unsem Lesern wohl kaum etwasbesseres zur weiteren Verständigung dieser unserergemachten Ausführungen bieten, als eine der erstenund bekanntesten Autoritäten zu zitieren, und zwarden mehrfach erwähnten Oberbergrat Schmeisser, wel-cher auf Ersuchen des kgl. preussischen Ministeriumsdie Transvaal-Goldfelder an Ort und Stelle studierte,und sich in seinem Werke „Ueber Vorkommen undGewinnung der nutzbaren Mineralien in der S.-.ARepublik“ (1895) wie folgt ausliess:
„Viele Bergwerke wurden zu Gesellschaftsgrün-dungen mit übertrieben hohem Erwerbskapital, welchesden Vorbesitzern zufloss, gegründet, aber mit zu ge-ringem Betriebskapitale ausgestattet. Die Börsen-spekulation bemächtigte sich der Bergwerkswerte . . .es wurde anfänglich viel Raubbau getrieben . . . der-artige Verhältnisse führen naturgemäss in kürzereroder längerer Frist zu furchtbarem Rückschläge . . .wer aber Kapitalien am Witwatersrande unterbringenwill, wird grosse Vorsicht gebrauchen müssen. DieBeachtung des alten deutschen Sprichwortes „trau,schau, wem“ ist dort dringend am Platze . . . Zeitungs-nachrichten sind, je grossartiger selbe lauten, mit umso grösserer Vorsicht aufzunehmen und auf ihre Zu-verlässigkeit zu prüfen, weil sie oft von Börsenspe-kulanten zwecks schwindelhafter Kurstreibereien oder