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noch währen wird, darüber schweigt des SängersHöflichkeit.
Kommentar unsererseits überflüssig. So langedie Aktionäre solchen Leuten die Verwaltung ihrerInteressen anvertrauen, braucht man sich doch überMinenskandale nicht zu wundern. Wie lange wirdes denn dauern, bis das Publikum einsehen lernt,dass der hochklingende Name eines Lords oder Grafen keine unbedingte Garantie dafür ist, dass keine „faulen“Sachen Vorkommen werden?
Wie aber, fragen unsere Leser, verhält es siebdenn mit den unparteiischen sachverständigen Aus-sagen und Berichten sog. erster Autoritäten? Fürdie gesamte Minenindustrie resp. Minenspekulationist diese Frage doch von wichtigster und einschnei-denster Bedeutung. In der City von London giebtes, um etwas aus der Schule zu schwatzen, bekannt-lich drei Kategorien von Lügnern : „the ordinary liar,the d . . . d liar and the mining expert“ oder aufdeutsch, der gewöhnliche Lügner, der verdammteLügner und drittens der Minen-Experte. An einemsolchen Minen-„Experten“ könnte ein Psychologe dank-bare Studien machen, wo „humanum errare est“ auf-hört, und der Trieb zum Schlechten anfängt. Einjeder, welcher einen Minenbericht in die Hand nimmt,sollte sich erst über die bisherigen Leistungen einessolchen, meistens ja als eminent beschriebenen Sach-verständigen erkundigen , sollte also ungefähr ingleicher Weise handeln, wie ein Kranker, welchersich einem ihm empfohlenen Arzte anzuvertrauen ge-denkt. Es giebt ja auch für die Profession der Minen-