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Experten eine sog. „schwarze Liste“, woraus zu er-sehen, was der oder jener Mineningenieur auf seinemGewissen hat, d. h. wie oft und wie sehr er sich früherschon, absichtlich oder unabsichtlich, in seinen Berichtengeirrt hat. Damals waren seine Auslassungen fürManchen wie der Weg zum Heil, heute erscheinensie ihm aber mehr wie eine „Sackgasse“, in welchesich seine Leichtgläubigkeit verirrt hat. In Minen-angelegenheiten ist „experto crede“ ein schon längstüberwundener Standpunkt.
Das Geheimnis des Erfolges in Minenspekulationenist und bleibt eben die gute Information über das Ge-schehende, das Eisiko verringert sich in demselben Masse,als die prompte Benachrichtigung über den wahrenStand der Dinge sich vermehrt; aber es ist sehrschwierig auch wirklich zuverlässige Informationzu erhalten. Lord Beaconsfield sagte: „Macht undZukunft, ganz gleich auf welchem Gebiete, gehörtdem Bestunterrichtesten! “
Um sich nun über den Stand und die Aussichtenseiner Papiere zu informieren, greift wohl jeder zuerstnach den Tageszeitungen, und deshalb wollen wiruns erst einmal kurz mit diesem Informationsmediumbeschäftigen. In Deutschland giebt es wohl, abge-sehen von der „Frankfurter Zeitung “, kein seriösesOrgan, welches man als unparteiischen Führer an-sehen könnte, und selbst die „Frankfurter Zeitung “kommt mit ihren Warnungen und Auslassungenleider nur zu oft einige Tage zu spät; aberschliesslich ist es ja immer besser spät als niemals.Dass man durch die Lektüre der „Frankfurter