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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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Zeitung viel profitieren kann, ist uns noch nicht zuOhren gekommen. Trotzdem gehört ihr die Palme,diese oder jene Londoner Börsenschwindelei fest-genagelt zu haben, worauf vielleicht noch mancherhereingefallen wäre. Auch wollen wir nicht uner-wähnt lassen, dass deren Londoner Wochenberichte,was Unparteilichkeit und klare Ausdrucksweise an-betrifft, wohl kaum etwas zu wünschen übrig lassen.

DieSüdafrikanische Wochenschrift, welche inLondon zusammengebraut wird, hält mit obigem Organegar keinen Vergleich aus. Es ist mehr oder wenigerparteiisch, was man dieser Zeitung nicht so verübelnkann, denn einmal könnte sie ohne finanzielle Unter-stützung seitens der Drahtzieher nicht leben und dann istderen Lektüre auch zu harmlos, um schädlich zu wirken.

Die Einanzpresse mit ganz wenigen Ausnahmenist nächst den Deckungsgeschäfte betreibenden Outside-brokern, mit denen wir uns später noch beschäftigenwerden, der gefährlichste Feind des spekulierendenPublikums und zwar um so gefährlicher, wenn sichder Feind unter der Maske des ratenden Freundesverbirgt. Das Bismarcksche Wort:er lügt wie ge-druckt ist wie für den finanziellen Journalisten ge-macht. Man sollte vor allen Dingen wissen, dassfinanzielle Zeitungen, in Anbetracht ihrer geringenVerbreitung und grossen Kosten, überhaupt meistensnur durch Unterstützungen leben können.

Eine rühmliche Ausnahme in der grossen Keiheder Finanzblätter und Minenorgane bilden der kon-servativeEconomist , die radikaleInvestorsKeview und der bekannteStatist. Wir he-