merken jedoch, dass der gute Huf des Statist lei-der auch schon durch falsche Prophezeiungen mitBezug auf einen ausgehliehenen Friedenshoom ge-litten hat. Die Prophetenrolle zu spielen, ist ja immermehr oder weniger eine recht undankbare und ris-kante Sache, und wenn auch seine zu erhoffendenEhren in oder ausserhalb seines Landes recht geringesind, vergeht doch auch im Falle eines Irrtumsmeistens eine zu lange Zeit, um solche Irrtümer heraus-zufinden. Wenn seine Prophezeiungen gewöhnlichfällig werden, dann interessiert sich kein Menschmehr für ihn, respektive seine Prophezeiung. Eswäre jedoch auch ganz interessant, zu erfahren, werdenn von all den Pressstimmen seinerzeit mit Bezugauf einen zu kommenden Friedenshoom sich blamierthat. Es scheint ziemlich klar , dass die gut unter-richteten Zeitungen Kenntnis davon hatten, wie esmit dem so sehr ausposaunten Boom stehen würde,dass also ihr Irrtum vielleicht ein von der Finanzinspirierter war. Wird das Publikum die hierauszu ziehende Lektion so bald wieder vergessen, oderist das Vertrauen zu der Finanzpresse durch diesefalschen Prophezeiungen erschüttert worden? Wirfürchten, nein, denn das Publikum ist noch immervon einem ehrfurchtsvollen Schauer für die Drucker-schwärze durchdrungen und das Wort: „Wer ein-mal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auchdie Wahrheit spricht,“ hat für die Presse keineMacht. Wer sich also an die Finanzpresse hält,wird bald herausfinden, dass er nichts weniger alsunparteiisch beraten wird. Von den bekannten und
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