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falls er zu gefährlich -werden sollte. Man versuchtjetzt z. 13, die schon an anderer Stelle erwähnten,hart bedrängten Gibraltaraktionäre um Beisteuerungeines Scherfleins von 6 d. pro Aktie. Yiele habenihr Geld geschickt; denn „es irrt der Mensch, solanger strebt!“
Das Sündenregister würde nicht vollständig sein,ohne der Umtauschratschläge zu gedenken, welchedie um das Wohl ihrer Mitmenschen so sehr besorgtenOutside Brokers den armen Aktionären so oft unter-breiten. Da empfängt ein Spekulant einen Brief, dassan seinen Aktien etwas faul ist (besonders werdenhierfür in Bekonstruktion stehende Gesellschaften aus-gesucht), und dass, natürlich nur nach Ansicht desllatgebers, es das Beste wäre, wenn Adressat seinenBestand in weit chancenreicheres Material Umtauschenwürde. Wir brauchen wohl hierbei nicht zu erwäh-nen, dass die empfohlenen Aktien zehnmal wenigerChancen haben, als die, welche ihm der OutsiderBroker zu verleiden sucht; leider giebt es immernoch viele Leute, welche auf diesen Bauernfanghereinfallen; so kommen sie „vom Hegen in dieTraufe“.
Die Jahresberichte, ganz besonders von Einanz-Gesellscliaften, lassen, was Aufrichtigkeit und Deut-lichkeit anbetrifft, recht viel zu wünschen übrig.AVas in einem solchen Berichte verschwiegen, und wasnicht in demselben enthalten ist, ist meistens vonweit einschneidenderer und massgebenderer Bedeu-tung für den wirklichen Status einer Gesellschaft,als dasjenige, was die A r erwaltung der Mühe werterachtet, auf „schwarz und weiss“ den Aktionären