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nörgelnden Temperament veranlagt sind. Den ehe-maligen Kasseler Treher-Aufsichtsräten, in oderausserhalb geschlossener Thüren, würde beim Anblickdieser Bilanz „das Wasser im Munde zusammen-laufen“; und nun erst ein Barbestand von 153 957Pfund Sterling ist doch auch keine zu verachtendeLeistung, wenn die Freude daran nur nicht wiederdurch den unangenehmen Thatbestand vergällt würde,dass man sich 71 575 Pfund Sterling von der BandGen trat- Gold-Mines als „Schaufensterausschmückung“hierfür geborgt hak Einen Reservefond scheint dieVerwaltung als ein überflüssiges Uebel aufzufassenund sie lässt sich auf die Errichtung eines solchengarnicht ein. Als Ersatz hierfür scheint sie die nochnicht ausgegebenen Aktien ihrer eigenen Gesellschaft zunehmen und das Publikum soll bei günstiger Gelegen-heit hiemit zu hohen Prämiensätzen beglückt werden.
Die Barnatos gemessen aber schon seit Jahrenden zweifelhaften Ruf eines „enfant terrible“ unterden Kaffirmagnaten und als geschickte Architektenin der Aufstellung finanzieller Kartenhäuser. Sielassen eben keinen Stein unberührt, um ihren Rufvoll und ganz aufrecht zu erhalten, und dafür, dasmuss ihnen sogar der Neid lassen, gebührt ihnender Lorbeer, ganz gleich, wie bedenklich schiefderselbe auch hängen möge. Barnato’scher Finanzlegt man heutzutage in Citykreisen schon das Prä-dikat machiavelli’scher Finanzpolitik bei. Um nundieses Possenspiel, eigentlich wohl der Tragödiezweiten Teil, ganz zu beschreiben, muss man ver-stehen, dass sich in Johannesburg das Pagoden-theater der Generalversammlungen abspielt, und