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Mine zu kennen. So kann j z. B. hei einer MiiieZwecks-Dividendenausschüttungen die Aufschliessungs-politik seitens der Verwaltung derartig manipuliertwerden, dass sich im folgenden Jahre eine Unterhilanzhefaüsstellen wird'oder muss. Derartige Praktikensind wiederholt zum Nachteile der Aktionäre vor-genommen worden; damit es eben der dahinter stehen-den Gruppe ermöglicht werde, auf diese erklärteDividende hin noch Aktien verkaufen zu können,d. h.. eine gewisse Nachfrage hervorzurufen. Mansollte daher Dividenden niclit immer als ein Zeichenirgend welcher Prosperität betrachten. Wir machennoch darauf aufmerksam, dass viele Gesellschaftengewisse Raten auf ausgegebene Aktien noch ausseh-stehend haben; nehmen wir an, dass auf einen grossenPosten Aktien nur 5 Shillinge angezahlt worden,also demnach noch 15 Shillinge pro Aktie daraufzu zahlen sind. Diese ausständige Summe findet manheirii Jahresschluss auf Kapitalkonto als Aktivum oderals Vermögen der Gesellschaft gebucht, ein Posten,der sicli nur zu oft als illusorisch erweist. Wennz. B. ein Syndikat auf diese Shares subskribiert hat,in der Erwartung, dass es im stände sei, sie nochrechtzeitig abzustossen, dies ihm aber nicht gelingt,dann wird es lieber die ersten 5 Shillinge verlieren,als noch 15 Shillinge daraufzuzahlen. Und da einsolches Syndikat meist eine Gesellschaft mit be-schränkter Haftpflicht ist, so ist ihm schwer beizu-kbmmen; „denn wo nichts ist, hat selbst der Kaisersein Recht verlören“. Dies ist sehr oft die Ursache,dass das ganze Unternehmen „in die Brüche geht“,und deshalb informiere man sich eingehend, ob