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würdig zeigen wird. Wir kennen Fälle, dass Leuteauf diese leichtfertige Weise schwere Verluste zu er-leiden gehabt haben, und irgend ein Kegressanspruchist so gut wie ausgeschlossen.
Sehr oft versucht man auch, wenn eben „alleStränge reissen“, folgendes: Nachdem man in einemphrasenhaften Kundschreiben den Aktionären „Balsamauf die Wunde legend“ vorzureden versucht, dassman eine neue, weit bessere, chancenreichere Besitzungerworben habe, wodurch die alten Verluste mehr wiewieder ausgeglichen werden dürften, kommt dann als„hinkender Bote“ natürlich nach, dass zu diesemedlen Zwecke nur eine Kleinigkeit von 2 oder 5 Shil-lingen, je nach den mitzurechnenden Verhältnissen,pro Aktie, nachzuzahlen wäre und zwar nur in ge-ringen Katen von, sagen wir, 6 Pence alle 3 Monate.Man kann immer mehr Blut abzapfen, wenn es lang-sam in Zwischenräumen vor sich geht. Und auchdieser alte Zauber versagt eben niemals seineKraft, man nimmt das Geld tropfenweise ab,denn unsere Finanzjongleure kennen ihre Pappen-heimer.
Auch die Amalgamierungspolitik von Minen-gesellschaften ist sehr oft nichts weniger als eine ge-rechte Sache. Das Grundprinzip derselben — Er-sparnis von Verwaltungs- und Betriebsspesen und der-gleichen technische organische Vorteile in der Erz-lörderung durch geologische Umstände veranlasst —ist an und für sich eine lobenswerte Politik, für alledie es angeht; aber wie oft lässt sich auf eine solcheAmalgamierung nicht das Gleichnis von „dem Blin-den und dem Lahmen“ anwenden? Solche Amalga-