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sich an diesem Feuer erwärmen und möglichst vieldavon zu profitieren suchen.
Wie der Wunsch ja immer der Vater des Ge-dankens ist, so wird auch an der Londoner Börsedie allgemeine Wiederbelebung kommen; aber dasspekulierende Publikum wird erst zu kaufen an-fangen, wenn die Kurse im Anziehen begriffen sind;es wird kaufen, ganz gleich, ob die Kurse bereits zuhoch sind oder nicht. Es wird Aktien von Minen be-gierig aufnehmen, welche wohl 100 °/ 0 an Dividendeverteilen werden, aber nicht darüber nachdenken, wielange diese Freude anhalten und wieviel von diesenzu erwartenden Dividendenfreuden bereits im Kursezum Austrag gekommen sind. Es wird, wie in früherenFällen, seinen Kopf verlieren; es ist in zu aufgeregterStimmung, um sich noch mit langweiligen Kalku-lationen aufzuhalten. Die grosse Masse wird vonder Spekulationsmanie ergriffen, dieser mysteriösenEpidemie, welche noch kein Psychologe zu erklären imstände war. Jeder ist nur von dem Gedanken be-seelt, schnell reich zu werden.
In gewisser Beziehung ist es ja nicht abzuleug-nen, dass in Zeiten, wo es hoch hergeht, die ge-rechten wie die ungerechten Minenaktien von derSonne der Kursfreuden beschienen werden; die gutenwie die schlechten werden gekauft und im Kurseanzielien; aber man soll nur nicht vergessen, dassdie Reaktion bei den minderwertigen und künstlichbewerteten Aktien verhältnismässig eine weit ent-täuschendere sein wird, als bei den guten. In sol-chen Zeiten stellt es sich nur zu oft heraus, dassdie teueren, also die inneren Wert darstellenden