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von interessierten Kreisen den Kursen je nach denUmständen an- oder abgerechnet. Dies bezieht sichin erster Linie auf die Eventualitäten der Minen-gesellschaften selbst; Dividenden, Förderungsergeb-nisse, Strikes, Zwistigkeiten in der Verwaltung,Kapitalerhöhungen u. dergl. werden immer mehr oderweniger längst bevor sie wirklich eintreten oder all-gemein bekannt werden, auf die Kursbewertung an-oder abgeschlagen, und nur der unerfahrene Spekulantwird sich später, wenn sie wirklich eintreten, dar-über wundern, dass die Kurse weder hinauf noch hin-unter gehen, während doch die Kurskorrektur schonvor Wochen vor sich gegangen ist. Wenn man nunirgendwo liest oder hört, dass dieses oder jenes Er-eignis einen gewissen Einfluss auf die Bürsentendenzausüben wird, dann kann man mit Ruhe versichert sein,dass gerade das Gegenteil der Fall sein wird, wennein solches Ereignis wirklich eintreten sollte. Wirerinnern nur an den Eriedensboom, welcher nicht ge-kommen. Nur aus dem Unerwarteten kann der Börsen-spekulant Vorteil oder Nachteil für sich ziehen, undwie schon früher zum Ausdrucke gebracht, weisensich unerwartete Ereignisse unter zehn Fällen acht-mal wohl als ungünstige aus. Sehen wir uns z. B.einmal die Tendenz des Kaffirmarktes an. Der Laie,wir meinen der Spekulant, welcher nichts von Speku-lationstheorie versteht, und heute selbstverständlichsich ä la Hausse engagiert, und seine Weisheit nuraus Finanzblättern und Zirkularen zu schöpfen Ge-legenheit hat, verfolgt gewiss mit Hangen undBangen, Hoffen und Harren, Chamberlains Thun undTreiben in Südafrika; er befindet sich noch immer