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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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Wenn wir gleich zu Anfang behaupten, dassmindestens ein Drittel des an der Londoner Börse verlorenen Geldes nur auf reine Bauernfänger-Coupszurückzuführen ist, so ist wohl dies schon allein einberechtigter Grund, durch dieses Buch dein Publikumwarnend Vorsicht anzuempfehlen.Ein erfahrenerTeufel ist besser als ein unerfahrener Engel sagtein armenisches Sprichwort und mancher Leser wirdbei der Lektüre dieses Buches zu der fragwürdigenUeberzeugung kommen, dass es nicht ohne einengewissen Heiz ist, selbst in die Hölle für kurze Zeithineinzublicken.

Wie und wo und durch wen verliert denn dasPublikum sein Geld an der Londoner Börse ? Welchesist der Krebsschaden? Würden denn alle dieseMillionen nicht ebenso gut verloren gegangen sein,wenn die Mittel zum unheiligen Zweck andere ge-wesen wären? Die Beantwortung dieser Frage über-lassen wir derjenigen Kategorie von Spekulanten,welche sich sagt, dass das Wasser, in dem ihreHoffnungen und ihr Geld ertrunken, für sie einOzean war.

Gelegenheit macht Diebe überall in der Welt,wie schon gesagt, sei es auf dem Jahrmärkte, sei es inBörsenspekulationen. Nichts in der Welt ist wohlleichter und einfacher, als in London ein sogenanntesBankkommissionshaus oder Outsidebrokergeschäft auf-zumachen, um von hier aus ungestraft das leichtgläu-bige Publikum heimzusuchen. Man kauft sich einfachListen von Aktionären spekulativer Minengesell-schaften, schreibt an diese schöne Briefe oder sendeteine Unmenge Zirkulare hinaus. Man erhält darauf