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Aufträge und Geld. Die Geschäfte werden selbstver-ständlich nicht ausgeführt, da der Outsidebroker, umGeld zu verdienen, doch gegen seine Kunden spielenmuss, ein Experiment, das unter zehn Fällen jaauch achtmal klappt. Oder man macht die Trans-aktion auf das 20 °/ 0 Einschuss- oder Deckungssystemoder ähnliche Bauernfänger-„Coups“. Angenommennun, dass solch ein Outsidebroker, welchen Heineals einen „glücklichen Spitzhuben“ bezeichnen würde,einem Kunden gegenüber „schief“ liegt, er also ver-loren hat, dann würde dem Kunden „honoris causa“eine Kleinigkeit ausgezahlt, der liest ihm aberschon bei einer anderen günstigen Gelegenheit oderdurch Aufdrängung „fauler“ Shares wieder abge-nommen werden.
Der Leser wird nun fragen: Auf welche Weisekönnen wir denn besser abschneiden? Werden unsdie Insidebroker d. h. die konzessionierten Makleran der Londoner Börse dieselben guten Bedingungenbieten, wie unsere alten Verbindungen? Natürlich,nur ist der Insidebroker weit konservativer. Es istihm nicht gestattet, das Publikum durch Zirkulareund verlockende Bedingungen zum Spekulieren ein-zuladen. Dies ist wohl der Hauptgrund, warum dasspekulierende Publikum verhältnismässig so wenigmit diesen Firmen arbeitet. Allerdings, die 20°/ 0Deckungsgeschäfte sind ausgeschlossen; aber dieshat das Publikum doch weniger Ursache zu bereuen,als die Schliessung der Spielsäle in Homburg.
Die Idee, oder sagen wir besser die Absicht,das Börsenspiel durch Gesetz zu verbieten, ist ebensolächerlich und der menschlichen Natur zuwider, als