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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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wenn man Trinken und Tanzen verbieten wolle;dagegen Einschränkungsgesetze gegen die Auswüchsesind immer willkommen zu heissen; denn was mannicht einschränkt, wird sich immer als schädlichausweisen. Eine Grenze zwischen Börsenspiel oderAnlagengeschäften zu ziehen, ist aber recht schwierig,und alle diese darauf hinzielenden Versuche habensich bislang, rein theoretisch gesprochen, nur alsein nutzloser Schlag ins trübe grundlose Wassererwiesen.

Wir wollen uns nun hauptsächlich mit einigenInstituten beschäftigen, welche unseres Wissensden weitgehendsten Schaden angerichtet haben undnoch anrichten; denn durch eine Besprechung einigerGeschäftsprinzipien dieser Institute können wir der-artige drastische Beispiele von Börsenschwindeleienangeben, die doch schliesslich als ein abschrecken-des warnendes Beispiel ihre Wirkung nicht verfehlenund sehr wahrscheinlich nicht auf unfruchtbarenBoden fallen werden.

Wir meinen vor allen Dingen, dieFinancial &Commercial Bank Limit. alias Hugo Loewy, oder dieBerliner Finanz & Handels-Zeitung. Es wird wohlschwierig sein, uns irgend eine Firma zu nennen,welche in gleich drastischer Weise beinahe alleKlassen des deutschen spekulierenden Publikumsheimgesucht hat. Der erste Anfang Loewys mit Lon-doner Minenspekulationen war im Frühjahr 1900, mitder Emission der Canadian Mines Development Co.,welche ja, was wir wohl kaum zu bemerken brauchen,längst zu Grunde gegangen ist. Damals, und das müssenwir an dieser Stelle bemerken, war Loewy noch in ge-