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solch gutes Geschäft machte als hei dem Deckungsver-kauf und, last not least, strich er die meistens nichtsweniger als magere Differenz auf seine Option ein,indem er also das Quantum der Stücke, die er seinenKunden liefern musste, zu einem ungefähr halb sohohen Kurse als dem offiziell notierten von der da-hinter stehenden Gruppe, von der er die Option hatte,aufnahm.
Wir wollen nochmals auf das bereits erwähnteMedium Loewys, sein wirklich ungeheiligtes Mittelzum Zweck, zurückkommen. Die „Berliner Finanz-und Handelszeitung“ ist das' typischste Beispiel einesOrganes, auf das die Worte des chinesischen Philo-sophen Mengtze passen: „Es würde besser sein, wennes keine Zeitungen gebe, als alles zu glauben, wasdarin steht.“ Der Briefkastenteil dieser Zeitung re-präsentiert das recht dehnbare Gewissen Loewys,dessen moralischer Horizont wohl kaum, bildlichgesprochen, über den Briefkasten seiner Zeitung hin-ausgeht und dieser ist wohl der einzige Platz, wo ihmder Staatsanwalt sein Handwerk noch nicht gelegt hat.Es wäre doch wirklich wunderbar, wenn ein vielgeprüfterMann, wie Loewy, die graue Theorie: „Wo keinKläger ist, ist auch kein Kichter“ nicht in klingendePraxis umzuwandeln wüsste. Der Briefkasten der„Berliner Finanz- und Handelszeitung“ würde einemgeistreichen Beobachter einen vorzüglichen Stoff füreine Studie über Betrüger und Betrogene geben.Herr Loewy aber kennt sein deutsches Publikum,er weiss sehr genau, dass ein leerer „Briefkasten“seinen Zweck verfehlt hätte, und dass es dem Leserdoch schliesslich gleichgültig ist, ob die darin ge-