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Börsengeschäften bleibt aber immer: „Principia nonhomines“.
Wir wollen nun keineswegs liier eine Lanze fürdie Insidebroker brechen, denn Vollkommenes giebtes nun einmal nicht in dieser Welt. In dieser Be-ziehung machen wir noch warnend auf die vielensogen, Kemissiers aufmerksam, welche in Deutsch-land indirekt für Insidebroker Maulwurfsarbeitenmachen. Solche versuchen nicht direkt, sondern imNamen eines Herrn, der mit der Firma arbeitet,Kunden heranzuangeln und gewisse Shares zu em-pfehlen, woran die Londoner Firma und der llemissiergut interessiert sind. Aber schliesslich wird man unsdoch einwenden, dass demjenigen, welcher zu speku-lieren wünscht, dem also nur an einem vorüber-gehenden Gewinn gelegen ist, die Schurken ebensodienen können als die ehrlichen Leute. Man kannda an die Lessing’schen Worte denken: „WennHinkende um die Wette laufen, so bleibt doch der-jenige, der zuerst am Ziele ankommt, schliesslichauch nur ein Hinkender“.
Es giebt Schurken und Diebe in jeder Abteilungvon Handel und Wandel, nur bedarf es der Ver-nunft, uns vor solchen zu schützen. Wenn wir dieVorsicht vernachlässigen, haben wir uns die ent-stehenden Folgen selbst zuzuschreiben. Das besteMittel gegen Krankheiten sind bekanntlich dieVorbeugungsmittel. Wir können mit Wachhundenan der Kette verglichen werden, welche zuschauenmüssen, wie die Diebe ihre Beute fortschleppen, unddoch schliesslich trotz vergeblicher Sprünge und ohn-mächtigen Geheuls nur verspottet werden. Auf alle