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Auch der Unterschied zwischen einem künstlichgezüchteten und einem Minenshai’e, der einen reellenoffenen Markt hat, ist nicht so schwierig herauszu-finden. Jeder, der auch nur die geringste Börsenerfah-rung hat, sollte wissen, dass eine Aktie, welche voneinem Outsidebroker warm empfohlen wird, von diesemoder dessen Clique manipuliert wird. Von zehn der-artig ausgebotenen Shares gehen neun gegen denSpekulanten, d. h. er verliert sein Geld. Dass manin London sofort herausfindet, ob und was hinterdiesem oder jenem Share steckt, brauchen wir kaumnoch zu bemerken. Wenn jemand solche anbietet, woraner direkt interressiert ist und dieses selbstverständ-lich verschweigt, so sollte ein derartiges Angebotvon Gesetzes wegen als Vorspiegelung falscher That-sachen dargestellt und auch verurteilt werden. Wersich als Broker ausgiebt und wissentlich gerade dieumgekehrte Bolle eines ehrlichen Maklers spielt, istdoch nach allen Hegeln der Logik ein Betrüger. Wirwollen hier nur Anregungen geben, uns aber durch-aus nicht als Sittenrichter aufspielen. Der Londoner Outsidebroker-Schwindel übt auf manche würdigeExistenz eine einschneidende, nachhaltige Wirkunggus. Das radikale Verdammungsurteil so vielerLeute ist ja mehr oder weniger nur auf schlechteErfahrungen mit der obengenannten fragwürdigenGilde zurückzuführen. Diese Leute haben aber fürihren Zorn ebenso wenig Berechtigung, als wennjemand Berlin eine elende Stadt bezeichnen wollte,nur weil er bei einem Besuche das Unglück hatte,dort einem Bauernfänger in die Hände zu fallen.Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das erste in