Druckschrift 
Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

229

sere Ausführungen näher zu beweisen. Das Bild derBörsentendenz würde sich vollständig ändern, wennjedes Geschäft in Minenaktien an der Börse selbstzum Ausdruck gebracht werden würde. Aber solange das Outsidebroker-Unwesen geduldet wird, solange wird auch niemals die Physiologie der Börsediejenige Tendenz widerspiegeln, welche nach An-sicht oder vom Standpunkte des spekulierenden Pub-likums nach den natürlichen Regeln des Angebotesund der Nachfrage berechtigt sein sollte. Nehmenwir an, dass der Rentier Müller in B. einem Agenteneiner Minenbank oder auch einem Outsidebroker nachLondon direkt einen Kaufauftrag auf 100 Geduldsgibt, so sollten diese doch nach Ansicht des Auftrag-gebers an der Börse gekauft werden. Aber dieseTransaktion geht in Wirklichkeit gar nicht durchden Kanal der Börse und von diesem Gesichtspunkteaus, welcher unserem Wissen nach bislang noch nichterörtert worden ist, sollte man die nachteiligen Folgenund Wirkungen des Outsidebrokergeschäftes (also derSpielgeschäfte) auf die Effektenbörse und allgemeinenBörsengeschäfte in Betracht ziehen. Es mag richtigsein, dass dieses von uns aufgegriffene Thema fürviele Leser nichts Neues bieten wird, aber hat esmit solchen alten Ideen nicht dieselbe Bewandtniswie mit dem Ei des Kolumbus? Die Börse als solche,deren Glieder und Mitglieder sowohl, als auch dasspekulierende Publikum, werden also demnach durchalle Aufträge, welche nicht an der Börse selbst aus-geführt werden, doch benachteiligt. Ein Börsenge-schäft, welches nicht an der Börse ausgeführt wird,hat doch seinen Zweck verfehlt!