Der Barbier: “Ich waere der Meinung, das naechste nichtabzuwarten.”
Der Schneider: “Wird eh’ eine Kolonne sein."
Pavel: “Eine Panzerdivision — der werden wir keinenheldenhaften Widerstand leisten.”
Er nimmt seinen Vater beim Arm. Mit dem Gemeinde-vorsteher und anderen guten Bekannten suchen auch sieeine Laube auf. Der Garten zu beiden Seiten des Wirts-hauses ist bald besetzt.
Am Ende des Dorfes haben moeglichst viele Maen-ner die leere Tankstelle als Unterkunft benutzt.
Die Frauen schuetzen sich, wie es geht, mit dem ueber-haengenden Geaest der Linde, auch hinter den Baenkenund im Rasen verbergen sie sich. Die Kinder, obwohl zurRuhe gerufen, bleiben unbefangen, gleich den Gaensen.
Lyda, spaeht durch das Laub der Linde, ueber diejetzt entvoelkerte Strasse ruft sie, aber zu schreien wagtsie nicht: “Schnell, kommt schnell! Ein Unglueck wirdgeschehen.”
Die Strecke zwischen der Linde und dem Wirtshausdrueben ist etwas zu weit fuer den schwachen Ruf. DieFrauen wollen von Lyda wissen, was sie gemeint hat, aberda ist es schon geschehen.
Der Hund des Wirtshauses stuerzt, die Stimme macht-voll erhoben, aus dem Gebaeude und wirft sich dem er-sten der Motorraeder entgegen. Dieses bildet die Vorhut,fuer den Augenblick ist es allein und ohne Beistand gegenden feindlichen Ueberfall. Der gewaltige Fleischerhund istnicht nur stark, er hat auch Erfahrung, er huetet sich unterdas Rad zu geraten. Er will den Fahrer umwerfen. Erspringt ihn seitlich an, bringt ihn ins Schwanken und haetteihn genoetigt zu halten, aber der Soldat vermag es nichtmehr.
Ein schoener wohlgenaehrter SS Mann, der er ist, belei-
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