digt ihn umso mehr die Auseinandersetzung mit einemHunde, ihm aufgezwungen im Bereich einer abwesenden,aber uebelwollenden Bevoelkerung. Nicht nur dass zwei-fellos alle die Tschechen dieses “Kaffs” — so sagt er fueiOrtschaft — ihn heimlich belauschen Der Protektor kommt,sogleich ist er hier, es handelt sich um Sekunden! Schonhat hinter dem ersten eine Reihe von Motorraedern dieFahrt eingestellt, sie moegen ihren Kameraden nicht ueber-holen, koennten es auch nur mit eigener Gefahr, der Hundist zum Aeussersten entschlossen.
Als es eigentlich zu spaet und der angegriffene Fahrerschon im Kippen ist, fasst er nach seiner Revolvertasche.Der Hund, dies erkennen und den Mann beissen ist eins.Er beisst in die Gegend der Revolvertasche, etwas tiefer,wo es weich ist. Mann und Maschine fallen um, der eineschreit, die andere rattert, beide zusammen decken dieStrasse und machen sie fortan unpassierbar. Der Hundals Sieger ist nicht stolz, er zieht die Flucht vor. Die Wegehinab in das Tal, auch die Verstecke, die es bietet, sindnur ihm bekannt, nicht seinen rachsuechtigen Feinden.Diese laufen und schiessen ganz vergebens, die Zwecklo-sigkeit leuchtet ihnen uebrigens ein. Aber der Protektorhat befohlen.
Reinhard Heydrich , Protektor von Boehmen-Maehren,ist in Lidice eingetroffen.
Sein Wagen, der erste des Zuges, steht, da vor ihmseine motorisierte Mannschaft steht. Es findet statt zwi-schen Dorflinde und Wirtshaus, naeher bei diesem, unddie Wahrscheinlichkeit spricht dafuer, dass von den Lau-bengaesten einige, wenn nicht alle, um die Ecke schielen,nur merken soll man es nicht. Da sind die Frauen kueh-ner. Nun das angekuendigte Unheil ausgebrochen ist, zei-gen sie sich offen, auch ihre offenen Stimmen benutzensie wieder. Sie sagen ihre betruebte Meinung ueber den
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