Pavel: “Ich bin nicht krank.” Er schielt auf seine Nase,sein Gesicht ist gutmuetig verbloedet.
Der Geheime sieht nach Beistand um, aber seine Mann-schaft fuehrt draussen dem strengen Herrn die Herde derEingeborenen vor, man darf nicht stoeren. Den Geheimendraengen die Zeit und der Vorgang, ein Mann, der bisherals harmlos nicht erwiesen ist, liegt eingeklemmt zwischenden Tischbeinen. Der Kommissar entschliesst sich, er kriechtunter, er macht an dem Mann die vorgeschriebenen Griffe,nur dass der Mann kitzlig ist.
Pavel lacht, bis er stoehnt, er wirft die Arme um denneuen Freund, er verlangt zu wissen: “Wie heissen dergnaedige Herr Deutsche, dass ich mir einen so lustigenHerrn merke?”
Der Geheime muss seinen Namen angeben, damit ermit seiner Person nur loskommt: “Blumentopf.”
Pavel: “Das duftet. Daran kann man in Gedankenriechen.”
Der Geheime, steht endlich auf eigenen Fuessen: “Andir, mein Junge, hoffe ich nie wieder zu riechen. Wer bistdu eigentlich?”
Pavel, erstaunt, bloeder als je: “Das haben Sie nichtgewusst? ich bin doch der Dorftrottel.”
Der Geheime, stampft auf, er fuehlt sich hereingefal-len, er eilt von dannen, den Gegenstand seines soeben er-littenen Misserfolges wird er gleich vergessen haben, wienoch jeden seiner Fehler.
Draussen zeigt der Protektor sich nunmehr in ganzerGroesse der Bevoelkerung, von dem ersten Erschreckenhat sich noch keiner erholt. Sie sind gehoerig umstellt undbewacht, ein Schritt vorwaerts waere niemandem anzura-ten, aber das Gesicht Heydrichs genuegt, sie einzuschuech-tern, wie vorher ein Maedchen, das gelacht hatte. Sie fin-den sein Gesicht furchtbar, waehrend Heydrich findet, dass
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