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Lidice : Roman
Entstehung
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sie es ein fuer alle Male betrachten muessen, fuer ihre wei-tere Fuehrung.

Mit stelzendem Gang umschreitet er den vorderen Teilseines Wagens, er traegt Sorge, dass er auf jeder Seite desSchauplatzes zur Geltung kommt. Wenn er sich den Frauenbei der Linde vorfuehrt, lacht wahrhaftig keine mehr. DieLeute, deren Zuflucht die Tankstelle gewesen war, fassenden Gedanken an Sicherheit ueberhaupt nicht mehr beimAnblick des Protektors.

Der schwersten Pruefung indessen sind die Insassen desWirtshauses ausgesetzt, die Laubengaeste sowohl, wie auchdie alte Wirtin mit ihrem Personal.

Oberst Schalk sucht befehlsgemaess festzustellen, werauf den motorisierten Soldaten den Hund gehetzt hat. Erkann es nicht, vor allem, weil er seine Fragen nur schein-bar mit Energie stellt, die innere Ueberzeugung fehlt. DerProtektor unterstuetzt ihn allerdings, wenn er sein Gesichtherwendet. Dann aber verstummen alle ganz.

Dem Geheimen genuegt die kuerzeste Beobachtung, umzu wissen, dass es ohne ihn nicht geht. Er beschliesst auchhier wiedersich einzuschalten. In militaerischer Haltungvor Oberst Schalk:Herr Oberst gestatten, dass ich mich ein-schalte.

Oberst Schalk:Bedienen Sie sich! Die Erlaubniskommt etwas zu schnell, der Adjudant tritt eine verloreneSache ab.

Der Geheime, in die gestaute Menge beim Wirtshaus,mit der Absicht stimmlich Eindruck zu machen, aber erkrakehlt nur:Wem gehoert der Hund? Wenn der Be-treffende sich nicht meldet, wird er gleich mitgenommen.

Verbluefftes Schweigen, obwohl die Leute denken, ineiniger Entfernung sogar fluestern:Mitnehmen wird erihn, eh dass er ihn hat. Ein Kuenstler! Bei der Lindewagt eine Frauenstimme hell aufzulachen, worauf auch in

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