Hinter der Linde kreischt eine Frau: “Fuer einen HerrnProtektor hat er ihn scharf gemacht!”
Eine zweite Frau, kreischt: “Wenn ein Herr Protektoruns jemals die Ehre erwiese!”
Eine grosse Stille tritt ein, die Rufer sind, vor sich selbsterschrocken, untergetaucht.
Jemand spricht in die Stille, eher leise, aber durchdrun-gen von einer weisen Milde: “Nicht glauben, Euer Gna-den! Sind bloede Tschechen.”
Woher kam dies? Jaroslav Ondracek befuerchtet, dasses sein Sohn war.
\X£as immer Heydrich glaubt oder bezweifelt, er hatsich hinter seinen Wagen zurueckgezogen. Hier decken ihnder zweite Wagen und eine motorisierte Mannschaft.
Oberst Schalk gibt vor, er habe seinen Chef zu demRueckzug genoetigt: “Excellenz besitzen nicht das Recht,Ihre hohe Person dem Feind als Ziel zu bieten, noch dazubei der Untuechtigkeit des Kommissars Blumentopf."
Heydrich : “Nicht gerechnet Ihre eigene Untuechtig-keit, Oberst Schalk. Ich sehe die Sabotage von seiten einesgewoehnlichen Dorfes, wie heisst es ueberhaupt, nicht mehrlange an.”
Gleichwohl folgen beide Herren gespannt dem Vor-gehen des Kommissars. Er laesst seine Beamten ueberall inden Haufen greifen, nach den Urhebern der aufruehreri-schen Aeusserungen. Jedesmal stossen sie auf einen Be-trunkenen, einen Heiseren oder ein halbes Kind. Die Nach-barn, ja, auch die wachthabenden SS Maenner bezeugenregelmaessig: der war es nicht.
Der Geheime, unter den Blicken des Protektors, ent-schlossen, den eigenen Ruf zu retten: “Dann sage ich glatt,er war es doch. Fesseln! Mitnehmen!”
Dies wiederholt sich oft, zuletzt haben die Soldatenwohl dreissig Leute an der Wirtshausmauer zusammenge-
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