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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
37
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rath zuletzt doch einen kleinen Aderlass vornahm — be-langlos, aber von ihm war man es nicht gewoehnt, — viel-leicht wollte er Eure Excellenz um Ihren ersten Erfolgbringen.”

Heydrich : “Sie meinen?”

Oberst Schalk: Erreicht hat er, dass die Bevoelkerungsich heute nicht auf die Strasse wagt.”

Heydrich, beugt den Kopf vor: “Niemand da. Ichwusste es. Die Frage bleibt offen, ob auch die Daechernach Schuetzen abgesucht sind.” Er zieht sich so tief wiemoeglich zurueck.

Oberst Schalk: “Ihrer Gestapo ist es zuzutrauen.”

Heydrich : “Vertraue keinem blind! Mit den erschosse-nen Demonstranten, darueber kann ich Sie aufklaeren, hatder arme Neurath nichts zu tun. Die Geheime Staatspoli-zei und ihr zweithoechster Chef”.

Ein Schuss faellt.

Oberst Schalk: “Ein geplatzter Reifen, melde gehor -samst.”

Heydrich, aus seiner Deckung, aber metallene Stimme:“Anhalten! Untersuchen! Im Kugelregen die Flucht ergrei-fen, das erlebt dies Nest nicht von dem zweithoechstenChef der Gestapo .”

Oberst Schalk: “Protektor von Boehmen-Maehren, zuBefehl, Excellenz.”

Wo der Wagen haelt, liegen auf dem Gehsteig siebenLeichen. SS Maenner stehen bei ihnen Wache.

Heydrich hat nur einen Blick hingeworfen. Alles Wei-tere spricht er aus dem entgegengesetzten Fenster, fuer diePosten, die auch dort stehen. Einen SS Mann fragt er:“Was tut ihr hier?”

Der SS Mann: “Passanten vertreiben, melde gehör-