Heydrich: “Vertreiben auch noch? Herschaffen solltihr sie. Wer hat den bloedsinnigen Befehl erlassen?”
Ein Offizier, eilt von der anderen Seite herbei: “Di-rekter Befehl des Herrn Protektors.”
Heydrich : "Der bin ich, und Sie melden an der zu-staendigen Stelle, dass ich Sie wegen Unfaehigkeit fortge-schickt habe.”
Der Offizier: "Zu Befehl.” Er marschiert schon.
Heydrich : “Die Toten haben wenigstens den Anstand,mich zu begruessen. Sie sind die Einzigen.”
Oberst Schalk: “Sehr gut, Excellenz.”
Heydrich : “Es kommt noch besser.” An die Wach-mannschaft gewendet: “Ihr glaubt, ihr seid auf Urlaub.Waldeinsamkeit. Deutsche Romantik. Ich will Euch helfen.In fuenf Minuten ist die Strasse voll von Tschechen, siesteigen in den Blutlachen umher, besonders die Damen,und singen Deutschland ueber alles. Sonst holt euch alleder Henker.”
Er gibt das Zeichen weiterzufahren.
Oberst Schalk: “Die erschossenen Studenten liegen min-destens seit gestern dort, es war in der Tat kein verlok-kender Anblick. Alte Leute sind mir in diesen Faellenlieber.”
Heydrich : “In der Tat — soll heissen, ich haette wegge-sehen? Merken Sie sich, dass ich mehr vertrage als Sie.”
Oberst Schalk: “Zweifel liegen mir fern, und die Jun-gen sind Eurer Excellenz lieber, was ich nur bewundernkann.”
Ankunft im grossen Hof der Burg. Allein der Wa-gen des Protektors faehrt bis vor das Hauptportal des Ge-baeudes. Im Schatten eines Seitenfluegels nehmen Soldateneinen Imbiss.
38