Neurath: “Legen Sie Wert darauf, dass ich Ihnen dieGeschaefte uebergebe?”
Heydrich : “Nicht den geringsten.”
Neurath: “Das dachte ich mir.”
Heydrich: Mir genuegt meine unfehlbare Intuition. DieGeschaefte sind das Geld der Tschechen . Das beste Ge-schaeft ist, sie auszurotten. Ich kenne meinen Weg."
Neurath: “Auch sein Ende?”
Heydrich : “Er hat kein Ende. Es verschwimmt im Lichtder Gestirne.”
Neurath: “Soweit weg? Wenn Sie nicht aberglaeubischwaeren, wuerden Sie die nahe gelegenen Orte beachten,zum Beispiel Lidice .”
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Das Wirtshaus im Dorf Lidice .
Es ist noch derselbe Sonntag, am Abend haben be-sonders viele Einwohner sich versammelt. Die Bergarbei-ter und die Kleinbuerger sitzen an denselben Tischen beimBier. Einige haben ihre Frauen oder Braeute mitgebracht,nicht aber Pavel Ondracek.
Die beiden Ondracek, Vater und Sohn nehmen denPlatz beim Ofen ein, die anderen Tische stossen im Win-kel an den ihren.
Zu beiden Seiten des Ofens haengen Bilder, ein Ma-rienbild und eines das gegen die Wand gekehrt ist.
Franticek Eger haelt die Mitte, zusammen mit demGendarmen, der ihn heute morgen hatte auf das Rad stei-gen lassen. Die beiden sind nicht gerade ausgesondert,aber man behaelt sie im Auge.
Ein Bergarbeiter: “Der Subdirektor Matuschka ist, hoer’ich, verrueckt geworden.”
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