Pavel: “Ich verbitte mir Ihre Meinung. Ein deutscherSoldat denkt nicht. Diese Tschechen sind Komoediantenund Verschwoerer. Mich nachmachen? Ich bin unnach-ahmlich. Aber sie ruehmen sich und keiner verraet denanderen.”
' Der Sturmbannfuehrer: “Zu Befehl, ich nehme einscharfes Verhoer vor.”
Pavel: “Sehr gut, die Wasserprobe. Die dummen Tsche-chen stehen jeder in seinem Wasserfass, bis sie untertau-chen und ueberhaupt stumm sind. Was wissen wir als-dann?”
Der Sturmbannfuehrer lacht devot.
Pavel: “Morgen, spaetestens uebermorgen liegt dieganze Gesellschaft quer ueber den Gehsteig, und schwuelwie dieses verdammte Moldautal das halbe Jahr ist, schonriecht man etwas. Ich will mir nicht die Pest holen, abervielleicht Sie.”
Der Sturmbannfuehrer, erschrocken: “Zu Befehl.”
Pavel: “Nein? Dann lassen Sie den vorhandenen Be-stand vom Gehsteig raeumen! Begriffen? Zwanzig Mannabkommandiert. Sie selbst sind mir verantwortlich.”
Dem Offizier faehrt der Befehlston in die Glieder. Erhebt sich auf die Fusspitzen, faellt auf die Absaetze,macht kehrt.
Einem Gestapo -Beamten gibt Pavel den Befehl, dieInsassen des Autocars, die immer noch ihr Schicksal er-warten, gehen zu lassen und sie zu verfolgen, jeden ein-zeln, jeden mit vier Mann.
Der Gestapo -Beamte: “Melde gehorsamst, so viele Sol-daten sind nicht zur Stelle.”
Pavel: “Dann her mit ihnen! Ein deutscher Offizierdenkt und handelt selbstaendig. Morgen der Bericht! Wasjeder der Leute getrieben hat, alle ihre Zusammenkuenfteund Reden, das ganze tschechische Geheimnis. Sie kom-